Sagen
Sage über Mönche

Schottische Mönche wollten auf der Warte oberhalb Schottens eine Kirche zu Ehren Gottes errichten.

Doch in der Nacht vor Baubeginn kam plötzlich ein weißer Hirsch und trug das gesamte Baumaterial in das Tal zurück.
Das geschah dreimal hintereinander.
Die Mönche verstanden das als Hinweis, dass die Kirche "auf göttlichen Geheiß" im Tal errichtet werden sollte.

Und so geschah es auch.


Prinzessinen-Sage

Um das Jahr 1015 kamen zwei schottische Prinzessinnen, Dichamund und Rosamund, nach "Buchonien" (Vogelsberg), um das Christentum hierher zu bringen.

An einem Bach wurden sie Zeugen von zwei ungewöhnlichen Vorfällen:

Ein Wolf stellte dem Jungen einer Hirschkuh nach, die ihren Nachwuchs jedoch vehement verteidigte. Sie versetzte dem Wolf einen derart starken Stoß, dass er in die Nidda geschleudert und vom Fluß weggeschwemmt wurde.

Wenig später erblickten die Prinzessinnen eine Schlange, die aus einem Vogelnest junge Meisen erbeuten wollte. Die Vogelmutter erkannte die Gefahr, flog auf die Schlange zu und hackte ihr die Augen aus. Auch die Schlange fiel in die Nidda und wurde fortgespült.

Die beiden Prinzessinnen beschlossen, an der Stelle, wo das Schwache das Starke besiegt hatte, zu rasten. Am nächsten Morgen kamen zwei heidnische Fürsten zum Lager und sprachen: "Ihr missachtet unsere alten Götter und wollt uns unseren Glauben nehmen, deshalb müssen wir Euch töten. Wir geben Euch aber die Möglichkeit, Eure Kräfte im Zweikampf mit uns zu messen. Dann wird sich erweisen, wessen Gott der stärkere ist."

Die schwache Dichamund stellte sich als erste dem Kampf. Da stieß ein Falke vom Himmel herab und bohrte seinen Schnabel in die Augen des Heiden, der daraufhin zusammenbrach. Den zweiten Fürsten ereilte das gleiche Schicksal als er mit Rosamund kämpfte. Daraufhin ließ sich das gesamte Gefolge des Fürsten taufen.

Die beiden Königstöchter blieben an diesem Ort und gründeten hier eine Kirche. Der Falke wurde zum Wappentier von Schotten.